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1999

Die Triennale der Photographie Hamburg geht auf die Idee und Initiative des Fotografen und bedeutenden Sammlers F.C. Gundlach zurück, der zusammen mit den Direktoren der Museen die 1. Triennale der Photographie 1999 ins Leben rief. F.C. Gundlach drückte damals seine Hoffnung aus "mit dieser Veranstaltung einen wesentlichen Beitrag zu leisten, die Photographie fest im kulturellen Leben der Hansestadt (Hamburg) zu verankern".

Von April bis September 1999 zeigten fünf Museen, sowie die Deichtorhallen, Kunstverein, Kunsthaus, Freie Akademie, vierzig Galerien und sonstige Veranstalter fotografische Ausstellungen. In der Vielfalt der Ausstellungskonzepte spiegelten sich die Potentiale der Fotografie repräsentativ wieder. So beteiligten sich die Deichtorhallen mit gleich drei verschiedenen Ausstellungen. Digitale Photographie befasste sich mit der damals neuen fotografischen Technik der Digitalisierung. Anhand verschiedener künstlerischer Realisationen hat die Schau, kuratiert von Zdenek Felix, die Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die damals neue Praxis untersucht. Weegee - Tage und Nächte in New York stellte die Arbeiten des bekannten amerikanischen Fotografen aus , der mit seinen Nachtaufnahmen von Unfällen und Verbrechen zu einem der einflussreichsten Fotojournalisten des vergangenen Jahrhunderts geworden war. Höhepunkt dieser Ausstellungstriologie war Wohin kein Auge reicht, eine Ausstellung zusammengestellt von Wilhelm Schürmann, die sich mit den Übergängen an der Grenze von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit befasste. Ausgehend von der Neugier des Menschen, alles zu erforschen und jeden Ort sichtbar zu machen, behandelte die Ausstellung Randzonen vertrauter Wahrnehmung: Bereiche der Imagination, des heimlichen Blicks und vergangener Geschehnisse. Die Hamburger Kunsthalle präsentierte in der Ausstellung Andy Warhol - Photography die großen fotografischen Werkkomplexe dieses Künstlers, dessen ständiger Begleiter, quasi als Skizzenblock die Kamera war, und sie zeigte auch die Nahtstellen zu Warhols übrigen Werkgruppen. Damit wurde anlässlich der 1. Triennale der Photographie Warhols fotografisches Werk erstmals zusammenhängend gewürdigt. Mit Zeit Blicke, 30 Jahre Fotografie in Deutschland stellte der BFF (Bund Freischaffender Foto-Designer) im Museum für Kunst und Gewerbe drei Dekaden Moden, Lebensstile, ästhetische Konzepte und gesellschaftliche Ereignisse in fotografischen Bildern vor und rekonstruierte damit ein Stück Geschichte der Fotografie in Deutschland. Das Altonaer Museum betonte mit Bilder der Großstadt - Hamburg im Porträt seiner Fotografen und Fotografinnen, kuratiert von Henriette Väth-Hinz, sowie Emil Puls, ein Fotograf aus Altona, kuratiert von Denis Brudna, die Bedeutung Hamburgs als Stadt der Fotografie und Fotografen. In der Ausstellung Zwischen Abstraktion und Wirklichkeit mit über 170 Arbeiten von 25 Fotografen zeigte die Freie Akademie der Künste einen Rückblick auf das fotografische Geschehen der 50er Jahre in Deutschland gab. An Fotografien von Peter Keetman, Siegfried Lauterwasser, Toni Schneiders bis Otto Steinert konnte der Besucher nachvollziehen, dass zu Beginn der 50er Jahre die entscheidenden Impulse einer grundsätzlichen Neubestimmung des Mediums von der Gruppe "fotoform" ausgingen.

Von Herlinde Koelbl (Galerie Peter Borchardt), André Lützen, Jochen Lempert, Peter Dammann, Daniel und Geo Fuchs (alle Kunsthaus Hamburg), Floris Neusüss (Multiple Box) bis Robert Lebeck (Kunstraum Falkenstein, Elke Dröscher), und Günther Förg (Galerie Vera Munro) waren fotografische Arbeiten von höchster Qualität in Hamburgs Galerien zu sehen.

Ergänzt wurde das umfangreiche Ausstellungsprogramm durch wichtige Veranstaltungen und Jahrestreffen von LeadAwards und FreeLens, sowie der Vergabe des Pixel Award 99, des BFF-Förderpreises 99 und des FreeLens Layout-Preises.

Förderer der 1. Triennale der Photographie Hamburg:
Spiegel Online
HASPA
Büro Hamburg
Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
GEO
BAT
Christies
FOCUS

Medienpartner:
NDR Hamburg 90,3

copyright: Birgit Hübner

Über uns

 

Seit 1999 findet das Fotofestival alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit den großen Hamburger Museen, kulturellen Institutionen, Galerien und weiteren Veranstaltern in Hamburg statt. Inzwischen ist die Triennale der Photographie ein Deutschland weit bedeutendes Fotoevent von internationaler Ausstrahlung geworden. Mit einer großen Anzahl von Fotoausstellungen unter einem gemeinsamen Motto werden hochaktuelle fotografische Themen beleuchtet. Begleitet wird das Fotofestival von Künstlergesprächen, fachspezifischen Diskussionen, Vorträgen, Portfolio-Sichtungen sowie einer internationalen Konferenz. 

Die Triennale der Photographie Hamburg geht auf eine Initiative des Fotografen und Sammlers Prof. F. C. Gundlach zurück. Seit 2014 wird die Triennale der Photographie von der Deichtorhallen Hamburg GmbH veranstaltet. In Kürze wird das Thema der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 veröffentlich werden. Kristof Candrowicz wird zum zweiten Mal nach 2015 künstlerischer Leiter der kommenden Triennale sein.

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