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2005

Vom 14. April bis 19. Juni 2005 fand mit großem Erfolg die 3. Triennale der Photographie in Hamburg statt. Circa 260 000 Besucher (ein Zuwachs von knapp 30%) haben die Ausstellungen in den zehn beteiligten Museen und kulturellen Institutionen, den zahlreichen Galerien, bei Künstlergruppen, in Kunst- und Kulturvereinen, aber auch in Buchläden, Banken und Einkaufszentren in und um Hamburg gesehen. Mit 114 Ausstellungen von 83 Veranstaltern, einer Messe, einer Benefiz-Auktion, Kongressen, Tagungen, Symposien, Vorträgen, Workshops, Kursen und anderen Veranstaltungen ist das Festival der Fotografie zum größten seiner Art in Deutschland geworden.

Unter dem Motto Archiv der Gegenwart umfasste das Programm Ausstellungen internationaler und nationaler Künstler, es präsentierte historische und zeitgenössische Fotografien und schaffte eine Plattform für den Austausch von Wissenschaftlern und Künstlern.

Anlass, sich mit dem Begriff des Archivs auseinander zu setzten, war nicht zuletzt die Gründung des Hauses der Photographie in den Deichtorhallen, in das zwei bedeutende Sammlungen (die Sammlung des Magazins SPIEGEL und die des Privatsammlers F.C. Gundlach) zum Zeitpunkt der Triennale aufgenommen und aus deren Bestand auch zwei Ausstellungen zusammengestellt wurden.

Die Deichtorhallen präsentierten neben Auszügen aus den neu erworbenen Sammlungen zur Eröffnung des Hauses der Photographie die erste Retrospektive eines der bedeutendsten Fotografen des letzten Jahrhunderts, Martin Munkácsi. Trotz schwieriger Dokumentenlage war es dem Haus gelungen, einen repräsentativen Rückblick auf das Werk des Jahrhundertfotografen zusammenzustellen. Damit war es dem Haus gelungen den gebürtigen Ungar Munkácsi, der die Pressefotografie im Berlin der 20er Jahre entscheidend prägte und in den 40er Jahren die Modefotografie in den USA revolutionierte, einem breiten Publikum vorzustellen. 

Mit der Ausstellung Robert Capa - Faces of History wurde die Vorstellung bedeutender Pressefotografen im Museum für Kunst und Gewerbe fortgeführt. Robert Capa, ebenfalls gebürtiger Ungar und herausragender Kriegsfotograf, fotografierte neben fünf Kriegen auf drei Kontinenten, auch eine Vielzahl berühmter Zeitgenossen, was die bemerkenswerte Bandbreite seines Schaffens dokumentiert.

Den Schlusspunkt in der Reihe der Pressefotografen setzte das Altonaer Museum mit der Ausstellung Volker Hinz: 24 hours 7 days. Anlässlich der Triennale der Photographie zeigte das Museum erstmals in einer Auswahl der Arbeiten, die Hinz seit 30 Jahren für das Magazin stern fotografierte. Sein Archiv umfasst neben Farbreportagen vor allem bedeutende schwarz-weiß Portraits sowie unübertreffliche Gesellschaftsstudien, die seinen herausragenden Rang als Fotografen begründen.

Dass sich für die Triennale der Photographie in der Medienstadt Hamburg ein Schwerpunkt von Presse- und Werbefotografie herausgebildet hat, scheint selbstverständlich. Auch selbstverständlich ist die Vielzahl von Hamburger Fotografen, die sich an diesem Großevent beteiligen, in diesem Jahr zum Beispiel Hans Hansen, Andreas Herzau, Enver Hirsch, Roswitha Hecke, Felix Borkenau, Corinna Holthusen, Markus Dorfmüller, Jochen Lempert uvm.

Das Ausstellungsprogramm der Triennale war weit gefächert. So zeigte die Hamburger Kunsthalle gleich drei fotografische Ausstellungen: Parklandschaften von Albert Renger-Patzsch, Fotografien, die im privaten Auftrag für die Bankiersfamilie Warburg 1928 entstanden sind, Begegnungen mit Guerica, mit Bildern des ehemaligen Faz-Fotografen Fritz Fenzl und Die Begierde im Blick, eine umfassende Schau surrealistischer Fotografie. Das Museum der Arbeit präsentierte im Kaispeicher A Rauchzeichen, eine Ausstellung mit Fotografien aus der Sammlung Reemtsma, der Kunstverein Hamburg zeigte Mark Lewis und Louise Lawler, das Kunsthaus war mit Bilder verkehren und das Helms-Museum mit Harburg in alten Fotografien beteiligt.

Besonders erfreulich war wieder die gute und engagierte Zusammenarbeit mit den vielen Galerien in und um Hamburg, die ihr Programm eigens auf die Triennale der Photographie abstimmten. Während einige Galerien ihr Angebot um Fotografien erweiterten, präsentierten junge und etablierte Fotogalerien gleichermaßen ein hochwertiges Angebot an Fotokunst.

Hervorzuheben ist auch die Ausstellung entdecken - inszenieren - dokumentieren von Schülerarbeiten in der nördlichen Deichtorhalle. Mehr als 300 Schüler aus dreizehn verschiedenen Hamburger Schulen, von den Grundschulen über die Real- und Handelsschulen bis zu Gymnasien, haben sich mit eigenen Fotoarbeiten an diesem Projekt beteiligt. Ausgewählt durch eine professionelle Jury sind 50 ihrer Arbeiten im Haus der Photographie, Deichtorhallen ausgestellt gewesen.

Förderer: 
Zeit-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius
Kulturbehörde und die Behörde für Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg
G+J
HP

copyright: Birgit Hübner

Über uns

 

Seit 1999 findet das Fotofestival alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit den großen Hamburger Museen, kulturellen Institutionen, Galerien und weiteren Veranstaltern in Hamburg statt. Inzwischen ist die Triennale der Photographie ein Deutschland weit bedeutendes Fotoevent von internationaler Ausstrahlung geworden. Mit einer großen Anzahl von Fotoausstellungen unter einem gemeinsamen Motto werden hochaktuelle fotografische Themen beleuchtet. Begleitet wird das Fotofestival von Künstlergesprächen, fachspezifischen Diskussionen, Vorträgen, Portfolio-Sichtungen sowie einer internationalen Konferenz. 

Die Triennale der Photographie Hamburg geht auf eine Initiative des Fotografen und Sammlers Prof. F. C. Gundlach zurück. Seit 2014 wird die Triennale der Photographie von der Deichtorhallen Hamburg GmbH veranstaltet. In Kürze wird das Thema der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 veröffentlich werden. Kristof Candrowicz wird zum zweiten Mal nach 2015 künstlerischer Leiter der kommenden Triennale sein.

Archiv

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© Copyright: Marta Rozej

Kontakt

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Künstlerischer Leiter
info@phototriennale.de

DANIELA GUHL
Projektmanagement
daniela@phototriennale.de

ULRICH RÜTER
Kuratorischer Berater
ulrich@phototriennale.de

SITHARA PATHIRANA
Projekt Assistenz
sithara@phototriennale.de

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Ineke Klosterkemper
ik@coomedia.de
T +49 (0) 40 64 22 576 12


TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG
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Deichtorstraße 2, 20095 Hamburg
T. +49(0)403 21 03-102


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